Januar/Februar 2013

SPD: ÖPNV wichtige Daseinsvorsorge und Standortfaktor

Die Mobilität in einer Stadt ist eng mit seiner Entwicklung verbunden. Hierzu gehört auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der eine wichtige Daseinsvorsorge für die Men-schen darstellt und mit zu den Standortfaktoren gehört.

Die Bürger und Kunden erwarten, dass der ÖPNV ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet wird, insbesondere was die Infrastruktur und die Qualität der Bahnen und Bussen betrifft. Natürlich ist auch die Tarifstruktur für die Kunden des ÖPNV von besonderer Bedeutung. Dies gilt auch für Menschen mit geringen Einkommen, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Deshalb unterstützt die SPD die Forderung der Sozialverbände innerhalb des Verkehrsver-bundes Rhein-Neckar zu prüfen, unter welchen Rahmenbedingungen die Einführung eines Sozialtickets machbar wäre. Gerade die Mobilität sozial schwacher Menschen ist ein not-wendiger Bestandteil zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Uns ist bewusst, ein attraktiver ÖPNV erfordert entsprechende Finanzmittel, die nicht allein aus Fahrgeldeinnahmen aufgebracht werden können. Trotz permanenter Maßnahmen zur Er-höhung der Wirtschaftlichkeit durch die Nutzung von Synergien und Umstrukturierungen.

Deshalb hat man zur weiteren Optimierung der Kostenstruktur im Rahmen einer kommunalen Allianzbildung zwischen den Städten Ludwigshafen/Mannheim und Heidelberg im Jahr 2004 ein gemeinsames Betriebsunternehmen, die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) gegründet. Die RNV erbringt seit März 2005 erfolgreich auch die Verkehrsleistungen für die Verkehrs-betriebe Ludwigshafen und die Rhein-Haardt-Bahn, wobei die jeweiligen Städte über den Umfang und die Qualität der zu bestellenden Nahverkehrsleistungen selbst entscheiden.

Bei aller richtigen und notwendigen Beachtung der Kostenfrage darf aber nicht vergessen werden, dass der ÖPNV gerade in Ballungsgebieten, auch bei uns in der Metropolregion Rhein-Neckar, ganz wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. So sorgen öffentliche Verkehrsmittel für eine Entlastung vom Individualverkehr auf den Straßen und tragen wesentlich zum Schutz der Umwelt bei.

Von Bedeutung für einen attraktiven ÖPNV ist auch die Vernetzung der Angebote mit denen der anderen Verkehrsunternehmen in der Region. So mit der S-Bahn Rhein- Neckar. Die Anschlüsse an den zentralen Umsteigeknotenpunkten sollten untereinander abgestimmt sein um lange Wartezeiten zu vermeiden. Dies gilt u. a. für das Umsteigen am Berliner Platz/S-Bahnhof Mitte und den S-Bahn Haltepunkten Mundenheim und Rheingönheim. Wir halten eine Integration der Fahrpläne der jeweiligen Verkehrsunternehmen für unerlässlich. Auch die Vorhaltung einer entsprechenden ÖPNV-Infrastruktur im Hinblick auf Sauberkeit, Pünktlich-keit, Sicherheit sowie Kundenfreundlichkeit. Die gilt sowohl für die täglich Linien-und Schülerverkehre, auch für einen barrierefreien Zugang von Behinderten und älteren Menschen zu den einzelnen Haltepunkten sowie Busse und Bahnen.

In den kommenden Jahren stehen in Ludwigshafen weitere notwendige ÖPNV-Maßnahmen an. Ein Schwerpunkt wird hierbei der Ausbau der Stadtbahnstrecke nach Friesenheim, der Linie 10, sein. Eine wichtige Verbindung zwischen der Südlichen Innenstadt und den Stadt-teilen Nördliche Innenstadt und Friesenheim.

Die SPD-Stadtratsfraktion wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2013.

Ihr Hans Mindl

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

 
 

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