Mai/Juni 2011

Das Thema Umwelt geht uns alle an!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

durch die aktuellen Ereignisse drängen mit aller Macht die Themen Umweltpolitik und Energiepolitik in das Bewusstsein der Bevölkerung. Für die SPD ist eine nachhaltige umweltpädagogische Arbeit von klein auf und in allen Lebensbereichen seit vielen Jahren eine wichtige Forderung.

Umwelt ist nicht irgendwo da draußen, sondern bestimmt alle Bereiche unseres täglichen Lebens. Da sich viele praktische Probleme und Fragestellungen aber erst im kommunalen Alltag zeigen, kann es nicht nur den Eltern, Kindergärten und Schulen überlassen werden hier Entwicklungsarbeit zu leisten, auch auf die Kommunen kommt hier verstärkt Aufklärungsarbeit zu.

Zwar wird über die Intensität des Klimawandels noch gestritten, aber das er stattfindet ist inzwischen jedem klar. Bei Hochwasserschutz, Regenrückhaltung und Gewässersicherheit, gerade kleinerer Gewässer, unterstützen wir die Landesregierung um den hier erreichten guten Stan-dard weiter zu verbessern. Die Bevölkerung bei dieser Diskussion mit einzubeziehen und somit die Akzeptanz für sich daraus ergebende Maß­nahmen zu erhöhen, wird dabei einen genauso hohen Stellenwert einnehmen, wie die Sachthemen selbst. Da diese Themen nicht an der Stadtgrenze halt machen, werden wir noch stärker als bisher, den Dialog mit den umliegenden Gemeinden, ja mit der ganzen Region führen müssen.

Aber nicht nur bei diesem Thema, sondern auch bei Abfall und Energiefragen werden die anstehenden Aufgaben nur im Konsens zu lösen sein. Abfallkonzepte, gerechte Abfallgebühren, Abfallvermeidung sind hier genauso wichtig wie ganz praktische Fragen - wie werde ich bspw. als Privatmann mein Abfall los? Die SPD macht sich hier für ein bürgerfreundliches Sevicekonzept bei den Wertstoffhöfen stark.
Ziel der angesprochenen Bildungsoffensive muss es aber auch sein, die Menschen wie auch Verwaltung und Politik stärker dem Thema Artensterben im städtischen Umfeld Aufmerksamkeit zu verschaffen. Biodiversität ist hier das Stichwort.

Noch eine Anmerkung zum Thema Energie und CO². Nach unserer Auffassung ist gerade Ludwigshafen bestens geeignet hier eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Wenn man davon ausgeht, das 40% des CO² Ausstoßes von Gebäuden und hier hauptsächlich von Wohngebäuden kommen, gleichzeitig in der hier ansässigen Groß- und Mittelständischen Industrie die Kompetenz für Dämmstoffe und Isolierung vorhanden ist, sollte man unsere Forderung nach einem auf Bundesebene gefördertem Gebäudesanierungsprogramm unterstützen.

Energie ist Daseinsvorsorge. Deshalb machen wir uns dafür stark, dass die Energieversorgung in kommunaler Hand bleibt. Der TWL kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Um mehr zu sein, als nur „Energielieferant“, bedarf es noch einigen Anstrengungen, um sich in diesem Markt durchzusetzen. Einem Markt, bei dem es auch um verstärkte Investitionen in die erneuerbaren Energien geht. Einem Markt, der sich vor dem Hintergrund der Diskussion um die Nutzung der Kernenergie enorm verändern wird.
Uns ist es wichtig, dass wir auf diese Veränderungen vorbereitet sind und die Bürger auf diesem Wege mitnehmen. Wir fordern Sie auf uns auf diesem Weg zu fordern und aktiv mitzubegleiten.

Herzliche Grüße

Ihr

Günther Henkel
umweltpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion

 
 

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