Stadtratsfraktion Ludwigshafen

SPD-Stadtratsfraktion fordert nationale Taskforce und Fahrrinnen-Ausbau zur Sicherung von Standort und Arbeitsplätzen

Veröffentlicht am 05.08.2026 in Aktuell

Foto: Lars Entenmann

„Dass das extreme Niedrigwasser den Rhein in diesem Jahr schon so früh im Hochsommer trockenfallen lässt, ist eine riesige Herausforderung für die Wirtschaft und vor allem auch eine Bedrohung für tausende Arbeitsplätze in unserer Stadt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und verkehrspolitische Sprecher, Christian Schreider: „Wir brauchen jetzt umgehend die koordinierte Einrichtung einer nationalen Taskforce aus Regierungen, Wirtschaft und Kommunen. Nur durch rasche, konkrete Maßnahmen wie ein Ausbau der Fahrrinne an kritischen Stellen, zusätzliche Lagerkapazitäten in den Häfen und priorisierte Schienenwege können wir die Rohstoffversorgung der BASF sichern und Produktionsausfälle verhindern, die letztlich die Beschäftigten ausbaden müssten“, betont Schreider mit Blick auf die drohenden logistischen Engpässe. 

„Als langjähriger BASF-Betriebsrat weiß ich genau, dass uns ein langanhaltendes Niedrigwasser wie im Jahr 2018 empfindlich treffen kann. Wenn die Schiffe wegen der sinkenden Pegelstände nicht mehr voll beladen fahren können, drohen sofort spürbare Einbußen und Produktionsdrosselungen“, verdeutlicht Frank Meier, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und langjähriges Mitglied der BASF-Betriebsgruppe. „Der Rhein ist die Lebensader unseres Werkes. Wenn die Bänder wegen Materialmangels stillstehen, betrifft das direkt die Arbeitsplatzsicherheit der Kolleginnen und Kollegen hier vor Ort. Das dürfen wir nicht zulassen“, verdeutlicht Meier, der auch Ortsvorsteher von Oppau, Edigheim und der Pfingstweide ist.

 „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in diesem Jahr über viele Wochen und Monate hinweg mit dieser kritischen Situation umgehen müssen. Deshalb fordern wir den Bund auf, die 2025 gestrichenen Mittel für die Optimierung der Rhein-Fahrrinne sofort wieder freizugeben, damit der fertig geplante Ausbauabschnitt endlich gebaut werden kann. Es darf gerade in Zeiten des Infrastruktur-Sondervermögens nicht länger am Geld des Bundes scheitern, die logistische Zukunft unseres Industriestandorts und damit vieler Arbeitsplätze in Ludwigshafen abzusichern“, erklärt Schreider.

„Die Beschäftigten in Ludwigshafen dürfen mit den Folgen des Klimawandels und den schwindenden Pegelständen nicht allein gelassen werden. Wir brauchen jetzt schnelles, entschlossenes Handeln aller staatlichen Ebenen, um den Warenfluss zu garantieren und die Arbeitsplätze am Standort dauerhaft krisenfest zu machen“, betont Meier abschließend.