Die SPD-Stadtratsfraktion Ludwigshafen setzt sich für einen erleichterten und barrierefreieren Zugang zum Freibad am Willersinnweiher ein. Mehrere Verbesserungen hat die Fraktion daher zunächst zum kommenden Sportausschuss beantragt, darunter einen ausreichend breiten Zugang für Rollstuhlfahrer und schnelleren Einlass für Dauerkartenbesitzer.
„Der Zugang im Kassenbereich ist zu eng gestaltet, so dass Rollstuhlfahrer oft nochmals warten müssen, bis ein Bademeister kommt und das größere Tor öffnet. Auch Familien, die mit Bollerwägen ihre Sachen transportieren, haben hier Schwierigkeiten und müssen teilweise die Räder abmontieren“, verdeutlicht der sportpolitische Sprecher und Fraktionsvize Christian Schreider. Gerade bei gutem Wetter und großem Interesse der Badegäste sei der Zugang ein Nadelöhr. „So müssen Dauerkartenbesitzer bisweilen lange anstehen, obwohl sie nicht bezahlen müssen und man für sie daher einen schnelleren und erleichterten gesonderten Zugang einrichten könnte“, ergänzt Stadträtin Martina Blaufuß: „Zudem entstehen bei großem Andrang oft Parkplatz-Probleme, so dass eine Öffnung des Parkplatzes Richtung Froschlache sinnvoll ist.“ Die Verbesserungen sollen möglichst bereits zur nächsten Badesaison umgesetzt werden.
Ein Urgestein der Ludwigshafener Kommunalpolitik und des Stadtlebens feiert am Ostersamstag rundes Jubiläum:
Die SPD Ludwigshafen gratuliert Hans Mindl ganz herzlich zum 80.Geburtstag!
In der sozialdemokratischen Stadtratsfraktion, dem Ortsverein Oggersheim, den Technischen Werken (TWL) und vielen Vereinen hat Hans Mindl ebenso verdiente wie tiefe Spuren hinterlassen.
In der Gartenstadt aufgewachsen, zog der gelernte Feinmechaniker und Kaufmann 1969 in die Notwende. Seit damals war er auch Mitarbeiter der TWL und dort über lange Zeit die rechte Hand des Technischen Vorstands Manfred Vogt. Für den kommunalen Energieversorger war er treue 30 Jahre tätig. „Sein Einsatz für die Menschen in unserer Stadt und für unsere Partei verdient höchste Anerkennung“, betont der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Ludwigshafen, Gregory Scholz.
1979 trat Hans Mindl der SPD bei. Als Ortsbeirat von 1990 bis 1996 und von 1999 bis 2004 sowie als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins ab 2003 engagierte er sich für seinen Stadtteil – wie auch ab 1994 als Ortsvorsteher, dessen Amtszeit nur deshalb auf eineinhalb Jahre beschränkt blieb, weil ihm eine Reform der rheinland-pfälzischen Kommunalverfassung 1994 in die Quere kam: Denn nach der Neuregelung durften Ortsvorsteher, die hauptberuflich bei einem städtischen Unternehmen beschäftigt sind, dieses Amt nicht mehr ausüben. An seinem ehemaligen Wohnort in der Notwende blieb er aber für die Belange der Siedler aktiv, darunter 14 Jahre als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft BASF-Notwende, deren Ehrenvorsitzender er ist. Zudem war er Fasnachter mit Leib und Seele und textete sogar als Mitglied einer närrischen Gesangsgruppe des Karnevalvereins Hans Warsch eine Hymne an seinen Stadtteil.
Seit 1994 im Stadtrat, wurde Hans Mindl 2002 Vize-Fraktionsvorsitzender der SPD, war als Mann der klaren Worte und des Ausgleichs geschätzt, galt bald als wandelndes Lexikon und Archiv des Stadtratsgeschehens. „Hans Mindl hat mich bereits 2009 bei meinem Einzug in den Stadtrat dazu ermutigt, Teil des Fraktionsvorstandes zu werden. Ohne seine Unterstützung hätte ich das bestimmt nicht gewagt und auch nicht die Chance dazu gehabt. Ich kann heute noch immer auf seinen guten Rat zählen!“, dankt Fraktionsvorsitzende Julia May.
Als ehemaliger Fußballer – seine Position war im Mittelfeld, nach den Stationen TuRa und LSC stieg Mindl 1969/70 mit dem ESV in die A-Klasse auf – passte seine Wahl zum sportpolitischen Sprecher perfekt. Vor allem prägte er als Sprecher auch die Handlungsfelder Personal und städtische Unternehmen, war Mitglied in den Aufsichtsräten von TWL, VBL, RNV, Rhein-Haardtbahn, des städtischen Klinikums sowie Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Vorderpfalz. „Auch als Verkehrsexperte und Fachsprecher für Sport ist Hans Mindl mit seiner Erfahrung und Nähe zu den Menschen ein Vorbild für mich“, betont Christian Schreider, der ihm in diesen Bereichen nachfolgte.
Erfolge kennt Hans Mindls Laufbahn viele: etwa, dass er bei den TWL das Reklamations-Management für Kunden auf den Weg brachte; dass er als Aufsichtsrat der Marketinggesellschaft Lukom in den 1990er-Jahren ausziehbare Tribünen für die Eberthalle durchsetzte oder die Gründung der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft ebenso fundiert begleitete wie die Fusionen der Sparkasse. Am politischen Geschehen nimmt er weiter rege Anteil. Sein Leitmotiv seit langem: „Man muss sich mit den Menschen auf der Straße unterhalten und ihre Sorgen ernst nehmen. Demokratie muss man sich immer neu erarbeiten!“
Nach den Äußerungen des Sportdezernenten Lars Pletscher (CDU), der einen Abriss des Südweststadions als eine mehrerer Optionen gennant hatte, betont die SPD die Bedeutung des Gesamtkomplexes für Ludwigshafen: „Eine Sportstadt wie unsere braucht ein Stadion mitsamt vollumfänglicher Leichtathletikanlage. Das darf nicht in Frage stehen“, verdeutlichen Parteichef Gregory Scholz, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner und der sportpolitische Sprecher Christian Schreider.
„Das Stadion ist als Gesamtkomplex mit der direkt angrenzenden Leichtathletik-Halle zu sehen, einem Landesstützpunkt. Die Arena wird von gut einem halben Dutzend Vereinen, vier Schulen, der Polizei und der Feuerwehr genutzt. Ein solches Rund mit acht Tartan-Laufbahnen, Tribüne und Funktionsräumen haben wir sonst nirgendwo in der Stadt. Das teuer abzureißen und woanders teuer neu aufzubauen wäre auch wirtschaftlich äußerst fragwürdig“, so Schreider.
„Dass neben den rund voll funktionsfähigen 6000 Sitz- und Stehplätzen der restliche Großteil der Stehränge aktuell gesperrt ist und zuwuchert, ist für keinen Sportbegeisterten schön. Wenn die Stadtspitze sich hier an die Entwicklung eines Sanierungkonzeptes macht, unterstützen wir das sehr“, so die Sozialdemokraten. „Dabei muss innovativ gedacht werden. Deshalb hatten wir auch 2023 im Bau-Ausschuss den Antrag gestellt, die nicht benutzen Stehflächen mit Solaranlagen zu bestücken – was damals technisch bedingt noch nicht wirtschaftlich war. Der Stand der Technik aber entwickelt sich, das muss man stetig auf Machbarkeit prüfen“, so Schreider.
Gleichzeitig gelte es die Einnahmesituation mittels Vermietung zu verbessern: „Wir haben dazu einmütig einen Preiskatalog im Sportausschuss verabschiedet, für Außenbereich wie auch VIP-Räume. Die Sportverwaltung ist rührig dabei, das zu vermarkten.“ Auch die Ausgabeseite könne weiter optimiert werden, so Schreider: „Wir haben im Bundestag die Möglichkeiten für gemeinnützige Beschäftigung deutlich erweitert. Gerade bei der aufwändigen Grünpflege im und am Stadion wird das genutzt, kann aber sicher auch ausgebaut werden.“ Sozialdezernent David Guthier habe richtigerweise betont, dass es viele Details zu bedenken gelte: „Genau so ist. Wir bitten aber darum konstruktiv zu denken. Von Abriss-Fantasien sollte man absehen – dafür ist das Stadion auch zu sehr Teil der Stadt- und Sportgeschichte“, betont Schreider.
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