Stadtratsfraktion Ludwigshafen

SPD-Stadtratsfraktion fordert Prüfung wohnortnaher Alternativstandorte für die geplante Kita am Alwin-Mittasch-Platz
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Die SPD-Stadtratsfraktion fordert die Verwaltung auf zu prüfen, welche Flächen im näheren Umfeld des Alwin-Mittasch-Platzes als Alternativstandorte für die geplante Errichtung einer neuen Kindertagesstätte infrage kommen.

Angesichts der aktuellen Situation rund um den ursprünglich vorgesehenen Standort ist es aus Sicht der SPD notwendig, auch weitere geeignete Flächen in den Blick zu nehmen. Hintergrund ist der anhaltende Widerstand einer Bürgerinitiative gegen den derzeit geplanten Standort am Alwin-Mittasch-Platz.

„Der Ausbau der Kinderbetreuung ist dringend notwendig und hat für uns hohe Priorität. Gleichzeitig dürfen berechtigte Anliegen aus der Bürgerschaft nicht ignoriert werden“, erklärt Julia May, Fraktionsvorsitzende der SPD Ludwigshafen.

Auch Sylvia Weiler, baupolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion, betont: „Eine mögliche Alternative darf nicht einfach irgendwo im Stadtgebiet liegen. Es braucht eine geeignete Fläche in der Nähe des bisherigen Einzugsgebiets, damit Familien keine unzumutbar langen Wege in Kauf nehmen müssen.“

Nach Auffassung der SPD sollte der aktuelle Konflikt Anlass sein, die bisherige Standortentscheidung nochmals zu überprüfen und mögliche Alternativen im Einzugsgebiet systematisch zu untersuchen. Ziel ist es, eine tragfähige Lösung zu finden, die sowohl den Bedarf an Kita-Plätzen deckt als auch eine möglichst breite Akzeptanz vor Ort erreicht.

Die SPD hat hierzu einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gerichtet und erwartet eine zeitnahe sowie transparente Darstellung der geprüften Optionen und weiterer möglicher Flächen im wohnortnahen Umfeld.
Hans Mindl wird 80

Ein Urgestein der Ludwigshafener Kommunalpolitik und des Stadtlebens feiert am Ostersamstag rundes Jubiläum: 

Die SPD Ludwigshafen gratuliert Hans Mindl ganz herzlich zum 80.Geburtstag! 

In der sozialdemokratischen Stadtratsfraktion, dem Ortsverein Oggersheim, den Technischen Werken (TWL) und vielen Vereinen hat Hans Mindl ebenso verdiente wie tiefe Spuren hinterlassen.

In der Gartenstadt aufgewachsen, zog der gelernte Feinmechaniker und Kaufmann 1969 in die Notwende. Seit damals war er auch Mitarbeiter der TWL und dort über lange Zeit die rechte Hand des Technischen Vorstands Manfred Vogt. Für den kommunalen Energieversorger war er treue 30 Jahre tätig. „Sein Einsatz für die Menschen in unserer Stadt und für unsere Partei verdient höchste Anerkennung“, betont der Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Ludwigshafen, Gregory Scholz.

1979 trat Hans Mindl der SPD bei. Als Ortsbeirat von 1990 bis 1996 und von 1999 bis 2004 sowie als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins ab 2003 engagierte er sich für seinen Stadtteil – wie auch ab 1994 als Ortsvorsteher, dessen Amtszeit nur deshalb auf eineinhalb Jahre beschränkt blieb, weil ihm eine Reform der rheinland-pfälzischen Kommunalverfassung 1994 in die Quere kam: Denn nach der Neuregelung durften Ortsvorsteher, die hauptberuflich bei einem städtischen Unternehmen beschäftigt sind, dieses Amt nicht mehr ausüben. An seinem ehemaligen Wohnort in der Notwende blieb er aber für die Belange der Siedler aktiv, darunter 14 Jahre als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft BASF-Notwende, deren Ehrenvorsitzender er ist. Zudem war er Fasnachter mit Leib und Seele und textete sogar als Mitglied einer närrischen Gesangsgruppe des Karnevalvereins Hans Warsch eine Hymne an seinen Stadtteil.

Seit 1994 im Stadtrat, wurde Hans Mindl 2002 Vize-Fraktionsvorsitzender der SPD, war als Mann der klaren Worte und des Ausgleichs geschätzt, galt bald als wandelndes Lexikon und Archiv des Stadtratsgeschehens. „Hans Mindl hat mich bereits 2009 bei meinem Einzug in den Stadtrat dazu ermutigt, Teil des Fraktionsvorstandes zu werden. Ohne seine Unterstützung hätte ich das bestimmt nicht gewagt und auch nicht die Chance dazu gehabt. Ich kann heute noch immer auf seinen guten Rat zählen!“, dankt Fraktionsvorsitzende Julia May.

Als ehemaliger Fußballer – seine Position war im Mittelfeld, nach den Stationen TuRa und LSC stieg Mindl 1969/70 mit dem ESV in die A-Klasse auf – passte seine Wahl zum sportpolitischen Sprecher perfekt. Vor allem prägte er als Sprecher auch die Handlungsfelder Personal und städtische Unternehmen, war Mitglied in den Aufsichtsräten von TWL, VBL, RNV, Rhein-Haardtbahn, des städtischen Klinikums sowie Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Vorderpfalz. „Auch als Verkehrsexperte und Fachsprecher für Sport ist Hans Mindl mit seiner Erfahrung und Nähe zu den Menschen ein Vorbild für mich“, betont Christian Schreider, der ihm in diesen Bereichen nachfolgte.

Erfolge kennt Hans Mindls Laufbahn viele: etwa, dass er bei den TWL das Reklamations-Management für Kunden auf den Weg brachte; dass er als Aufsichtsrat der Marketinggesellschaft Lukom in den 1990er-Jahren ausziehbare Tribünen für die Eberthalle durchsetzte oder die Gründung der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft ebenso fundiert begleitete wie die Fusionen der Sparkasse. Am politischen Geschehen nimmt er weiter rege Anteil. Sein Leitmotiv seit langem: „Man muss sich mit den Menschen auf der Straße unterhalten und ihre Sorgen ernst nehmen. Demokratie muss man sich immer neu erarbeiten!“

Die Sportstadt Ludwigshafen braucht ein Stadion
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Nach den Äußerungen des Sportdezernenten Lars Pletscher (CDU), der einen Abriss des Südweststadions als eine mehrerer Optionen gennant hatte, betont die SPD die Bedeutung des Gesamtkomplexes für Ludwigshafen: „Eine Sportstadt wie unsere braucht ein Stadion mitsamt vollumfänglicher Leichtathletikanlage. Das darf nicht in Frage stehen“, verdeutlichen Parteichef Gregory Scholz, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner und der sportpolitische Sprecher Christian Schreider.

„Das Stadion ist als Gesamtkomplex mit der direkt angrenzenden Leichtathletik-Halle zu sehen, einem Landesstützpunkt. Die Arena wird von gut einem halben Dutzend Vereinen, vier Schulen, der Polizei und der Feuerwehr genutzt. Ein solches Rund mit acht Tartan-Laufbahnen, Tribüne und Funktionsräumen haben wir sonst nirgendwo in der Stadt. Das teuer abzureißen und woanders teuer neu aufzubauen wäre auch wirtschaftlich äußerst fragwürdig“, so Schreider.

„Dass neben den rund voll funktionsfähigen 6000 Sitz- und Stehplätzen der restliche Großteil der Stehränge aktuell gesperrt ist und zuwuchert, ist für keinen Sportbegeisterten schön. Wenn die Stadtspitze sich hier an die Entwicklung eines Sanierungkonzeptes macht, unterstützen wir das sehr“, so die Sozialdemokraten. „Dabei muss innovativ gedacht werden. Deshalb hatten wir auch 2023 im Bau-Ausschuss den Antrag gestellt, die nicht benutzen Stehflächen mit Solaranlagen zu bestücken – was damals technisch bedingt noch nicht wirtschaftlich war. Der Stand der Technik aber entwickelt sich, das muss man stetig auf Machbarkeit prüfen“, so Schreider.

Gleichzeitig gelte es die Einnahmesituation mittels Vermietung zu verbessern: „Wir haben dazu einmütig einen Preiskatalog im Sportausschuss verabschiedet, für Außenbereich wie auch VIP-Räume. Die Sportverwaltung ist rührig dabei, das zu vermarkten.“ Auch die Ausgabeseite könne weiter optimiert werden, so Schreider: „Wir haben im Bundestag die Möglichkeiten für gemeinnützige Beschäftigung deutlich erweitert. Gerade bei der aufwändigen Grünpflege im und am Stadion wird das genutzt, kann aber sicher auch ausgebaut werden.“ Sozialdezernent David Guthier habe richtigerweise betont, dass es viele Details zu bedenken gelte: „Genau so ist. Wir bitten aber darum konstruktiv zu denken. Von Abriss-Fantasien sollte man absehen – dafür ist das Stadion auch zu sehr Teil der Stadt- und Sportgeschichte“, betont Schreider.

SPD setzt sozial gerechte Staffelung bei Kita-Beiträgen durch – Starkes Signal für Familien in Ludwigshafen
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Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich erfolgreich für eine grundlegende Neuausrichtung der Elternbeiträge in der Kinderbetreuung eingesetzt. Künftig werden die Gebühren in der U2-Betreuung (Kinder unter zwei Jahren) sowie in Angeboten wie Hort und BGS Plus (Betreuende Grundschule mit erweiterten Zeiten) stärker am Einkommen der Familien orientiert – ein bedeutender Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit.

Dabei bleibt ein zentraler Grundsatz unangetastet: Der Besuch der Kindertagesstätte ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr ist in Rheinland-Pfalz grundsätzlich beitragsfrei. Gebühren fallen nur für zusätzliche oder erweiterte Betreuungsangebote an.

Mit der neuen Regelung werden insbesondere Familien mit kleinen und mittleren Einkommen entlastet, die keine Sozialleistungen beziehen und bislang häufig überproportional belastet waren.

Bereits im September 2025 hatte die SPD im Jugendhilfeausschuss gefordert, die bisherige Praxis zu beenden, bei der Familien unabhängig von ihrer finanziellen Situation vergleichbare Beiträge zahlen mussten. Ebenso setzte sich die Fraktion dafür ein, dass künftig alle Kinder einer Familie bei der Gebührenberechnung berücksichtigt werden – analog zum Kindergeld. Beide zentralen Anliegen konnten nun erreicht werden.

„Kinderbetreuung ist ein entscheidender Baustein für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Sie darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“, betont Osman Gürsoy, jugend- und familienpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion. „Die neue Einkommensstaffelung ist deshalb ein starkes sozialpolitisches Signal für Ludwigshafen.“

Lange Zeit war Ludwigshafen die einzige kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz ohne eine entsprechende Staffelung. Für die SPD war klar, dass diese strukturelle Lücke geschlossen werden muss.

Die ursprünglich von der Verwaltung vorgelegte Staffelung bis zu einem Familieneinkommen von 5.000 Euro bewertete die SPD als nicht ausreichend. In intensiven Gesprächen mit dem Stadtelternausschuss sowie weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren setzte sich die Fraktion daher für eine weitergehende Lösung ein. Während zunächst eine Staffelung bis 10.000 Euro Nettoeinkommen angestrebt wurde, konnte schließlich ein tragfähiger Konsens bis 7.500 Euro erzielt werden.

„Dieser Fortschritt zeigt, dass sich konsequentes politisches Engagement auszahlt. Uns war wichtig, insbesondere Familien mit kleinen und mittleren Einkommen vor übermäßigen Belastungen zu schützen und gleichzeitig ein gerechtes System zu schaffen“, so Gürsoy weiter.

Nach mehr als einem Jahrzehnt ohne Anpassung sei eine Reform der Gebührenstruktur zugleich notwendig gewesen. „Uns ist bewusst, dass es für einzelne Familien zu höheren Beiträgen kommen kann. Entscheidend ist jedoch, dass die Lasten nun deutlich fairer verteilt sind.“

Die SPD-Stadtratsfraktion bedankt sich ausdrücklich bei allen demokratischen Kräften sowie insbesondere beim Stadtelternausschuss für den verantwortungsvollen und konstruktiven Austausch. Ein besonderer Dank gilt zudem Dezernent Lars Pletscher für die offene, lösungsorientierte Zusammenarbeit im Interesse der Familien in Ludwigshafen. Der gefundene Konsens zeigt, dass nachhaltige Familienpolitik vor allem durch Dialog und gemeinsames Handeln gelingt.

„Unser Anspruch bleibt eine familienfreundliche Stadt, in der gute Betreuung bezahlbar ist und Eltern Familie und Beruf verlässlich miteinander vereinbaren können“, betont Gürsoy abschließend.