Foto: Immanuel Giel (gemeinfreie Lizenz)
Nach den Äußerungen des Sportdezernenten Lars Pletscher (CDU), der einen Abriss des Südweststadions als eine mehrerer Optionen gennant hatte, betont die SPD die Bedeutung des Gesamtkomplexes für Ludwigshafen: „Eine Sportstadt wie unsere braucht ein Stadion mitsamt vollumfänglicher Leichtathletikanlage. Das darf nicht in Frage stehen“, verdeutlichen Parteichef Gregory Scholz, seine Stellvertreterin Beatrice Wiesner und der sportpolitische Sprecher Christian Schreider.
„Das Stadion ist als Gesamtkomplex mit der direkt angrenzenden Leichtathletik-Halle zu sehen, einem Landesstützpunkt. Die Arena wird von gut einem halben Dutzend Vereinen, vier Schulen, der Polizei und der Feuerwehr genutzt. Ein solches Rund mit acht Tartan-Laufbahnen, Tribüne und Funktionsräumen haben wir sonst nirgendwo in der Stadt. Das teuer abzureißen und woanders teuer neu aufzubauen wäre auch wirtschaftlich äußerst fragwürdig“, so Schreider.
„Dass neben den rund voll funktionsfähigen 6000 Sitz- und Stehplätzen der restliche Großteil der Stehränge aktuell gesperrt ist und zuwuchert, ist für keinen Sportbegeisterten schön. Wenn die Stadtspitze sich hier an die Entwicklung eines Sanierungkonzeptes macht, unterstützen wir das sehr“, so die Sozialdemokraten. „Dabei muss innovativ gedacht werden. Deshalb hatten wir auch 2023 im Bau-Ausschuss den Antrag gestellt, die nicht benutzen Stehflächen mit Solaranlagen zu bestücken – was damals technisch bedingt noch nicht wirtschaftlich war. Der Stand der Technik aber entwickelt sich, das muss man stetig auf Machbarkeit prüfen“, so Schreider.
Gleichzeitig gelte es die Einnahmesituation mittels Vermietung zu verbessern: „Wir haben dazu einmütig einen Preiskatalog im Sportausschuss verabschiedet, für Außenbereich wie auch VIP-Räume. Die Sportverwaltung ist rührig dabei, das zu vermarkten.“ Auch die Ausgabeseite könne weiter optimiert werden, so Schreider: „Wir haben im Bundestag die Möglichkeiten für gemeinnützige Beschäftigung deutlich erweitert. Gerade bei der aufwändigen Grünpflege im und am Stadion wird das genutzt, kann aber sicher auch ausgebaut werden.“ Sozialdezernent David Guthier habe richtigerweise betont, dass es viele Details zu bedenken gelte: „Genau so ist. Wir bitten aber darum konstruktiv zu denken. Von Abriss-Fantasien sollte man absehen – dafür ist das Stadion auch zu sehr Teil der Stadt- und Sportgeschichte“, betont Schreider.
